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Auf dem Wildmeistersteig um Nürnberg
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An einem sonnigen Frühwintertag geht es weiter, von Pyrbaum zum Ludwigs-Donau-Main-Kanal, diesen ein Stück entlang, dann zum Faberschloß und über den Dreibrüderberg nach Moosbach…
Wir überqueren ihn an der Schleuse 43 und nehmen auf der anderen Seite den ehemaligen Treidelpfad, heute Rad- und Fußweg, nach links. Bei seiner Fertigstellung im Juni 1843 war der Ludwigskanal eine technische Meisterleistung seiner Zeit: Auf 177 km Länge stieg er von Bamberg 186 m höher bis zu seiner Scheitelhaltung zwischen Burgthann und Sengenthal, um dann wieder 79 m hinabzusteigen bis Kehlheim; 100 Schleusen wurden zur Überwindung des Höhenunterschieds benötigt und eine Reihe aufwendiger Kunstbauwerke, denken wir an die Überquerung der Schwarzach bei Brückkanal, den Distellochdamm und den Dörlbacher Einschnitt. Schiffe von 120 t Fracht konnten auf ihm verkehren, beachtlich für die damalige Zeit. Doch ein wirtschaftlicher Erfolg war ihm nicht lange beschieden; schon 1850 war der Höchststand des Transportvolumens erreicht, dann machte ihm die Eisenbahn den Garaus. Schließlich wäre nach Kriegsende die Reparatur der Schäden zu aufwendig gewesen, und so ist er heute nur noch Industriedenkmal und ein idyllisches Ausflugsziel. Wir folgen seinem Lauf und passieren die Schleuse 44. Kurz dahinter eine Kilometersäule, die uns die Entfernungen angibt: '90 km von Kehlheim, 82 km nach Bamberg, 32 km nach Nürnberg'. Soweit wollen wir aber heute nicht mehr; an der nächsten Schleuse
45 queren wir die Straße nach Ochenbruck und etwa 250 m danach
biegen wir bei einer Steinbrüstung vom Kanal mit Das Faberschloß wurde 1883-85 von dem Industriellen Lothar von Faber historisierend im Stil französischer Schlösser erbaut. Inzwischen befindet sich hier ein modern erweitertes Altersheim. Vorbei am Eingang führt unser Weg hinunter zur Schwarzach, wir queren sie auf einer Brücke und steigen am gegenüberliegenden Talhang wieder hinauf nach Schwarzenbruck und gehen durch den Ort bis zur Hauptstraße. Schwarzenbruck wird erstmals 1025 als Reichsgut genannt, kam dann an die Burggrafen und 1502 als kaiserliches Lehen an die Stadt Nürnberg; diese richtete im Schloß ein Pflegamt ein. Hier verlassen wir Im 2. Markgrafenkrieg wurde das Schloß zerstört, die Stadt hatte zum Wiederaufbau kein Geld und vergab es als Lehen an Sigmund Pfinzing, der 22 000 Gulden für den Aufbau aufwandte. Es entstand ein ungewöhnlich stattlicher Herrensitz, eine malerische Dreiflügelanlage mit Türmchen und Dacherkern und einem großen vorgelagerten Wirtschaftshof. 1632 wohnte hier der schwedische König Gustav Adolf. Das Schloß wechselte in der Folge mehrfach die Besitzer, bis es 1876 die Herren Petz von Lichtenhof erwarben, von denen es seinen heutigen Namen Petzenschloß hat; über dem Eingangstor ihr Wappen mit dem Bärenkopf. Auf dem gleichen Weg zurück, aber nun auf der Hauptstraße
weiter geradeaus und nach den beiden Kirchen mit einem Wegweiser 'Bahnhof'
und Am Wasserbehälter halten wir uns halblinks, |
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| Wanderung, Text und Fotos: Dr. Wolfram P. Gluth | |||||||