Wenn wir diese Wanderung in zwei Etappen machen wollen, beginnen
wir unsere Wanderung wieder in Hammer. Wir folgen im Tal weiter und
dem Radweg Pegnitztal Ost, erreichen den Ortsrand von Schwaig, unter
der Autobahn durch und dann links in die ‚Schloßgrabenstraße‘.
am Ortsrand das ehemalige Wasserschloß Malmsbach. |
Schon im 14. Jh. befand sich an dieser Stelle ein Herrensitz, der
im Besitz wechselnder Nürnberger Patrizierfamilien war und auch
die Kriegsleiden des Nürnberger Landes mitmachte. Die endgültige
Zerstörung kam aber erst 1835, als das Schloß verkauft
und seine Steine für einen Neubau in Röthenbach verwendet
wurden. Erhalten sind noch Teile des Grabens, der Umfassungsmauer
aus Burgsandstein und der liebevoll restaurierte Torbogen. Der Burgsandstein,
eine geologische Formation des Keupers, verwittert leicht und ist
eines der Ausgangsmaterialien für die in der letzten Eiszeit
entstandenen Sande, die sich entlang der Pegnitz abgelagert haben. |
| Hinter dem Schloß überqueren wir auf einem Steg die
Pegnitz und sofort dahinter auf einem Fußpfad rechts den Fluß entlang. |
| Wir kommen vorbei am Naturdenkmal
Neuneichen; zehn junge Eichenstämme wurden einst hier gepflanzt,
neun davon sind bis heute stehengeblieben. Sie sind alle am Stammfuß zusammengewachsen
und bilden so gemeinsam ein beeindruckendes Baumgebilde, das als
Naturdenkmal unter Schutz steht. Die Eichen wurden vermutlich an
dieser Stelle eng zusammengepflanzt, um sie anzuziehen und dann
später an eine andere Stelle zu verpflanzen. Das ist dann
aber nie geschehen.
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| Die
Sandlebensräume, an denen wir vorbeikommen, sind oft eng verzahnt
mit anderen Lebensraumtypen. Hier in der Talaue im Bereich des
Hochwassers bilden magere Wiesen auf den trockenen Flächen
gemeinsam mit den Hochstaudenfluren und den Seggenriedern an den
feuchten und nassen Standorten einen Lebensraumkomplex, der durch
seine Vielfalt ein wichtiger (Über-)Lebensraum für die
Pflanzen und Tiere der Sande ist. |
Wir erreichen
die Verbindungsstraße Schwaig - Behringersdorf,
darauf links mit und ,
am Ortseingang Schloß und Kirche. |
| Das Alte Schloß, unscheinbar direkt hinter der Kirche, zeigt
die charakteristischen Merkmale eines spätmittelalterlichen
Nürnberger Herrensitzes. Im gleichen Komplex breithingelagert
das Neue Schloß, ein von einem weitläufigen Hof umgebenes
Barockschloß, 1720 begonnen, jedoch nicht vollendet. Auch Behringersdorf
befand sich im Besitz wechselnder Nürnberger Patrizierfamilien,
zuletzt der Tucher. |
Um die Kirche herum und kurz dahinter rechts in die Straße ‚Am
Weinberg‘. Hier verläßt uns bereits
wieder geradeaus, dafür stößt dazu,
die Markierung der Goldenen Straße. |
Wenn
wir mit noch
einen Abstecher geradeaus machen, die Hauptstraße überqueren,
unter der Bahn durch, an der Gabel links in den ‚Mörikeweg‘ und
dann immer geradeaus, gelangen wir in der Anlage ‚Am Zollhof‘ zu
der Nachbildung eines spätbronzezeitlichen Grabes. Eine Hügelgräbergruppe
dieser Zeit wurde beim Sandabbau im Areal der Zapfwerke entdeckt
und von der Naturhistorischen Gesellschaft ausgegraben. Überhaupt
boten die Hochterrassen rechts und links der Pegnitz schon in prähistorischer
Zeit günstige Siedlungsbedingungen, wie zahlreiche Funde belegen. |
| Es geht auf einem schmalen Fußsteg eng zwischen den Häusern
durch (auf die Markierung achten!), kurz steil bergab in die Talaue,
unten kommen wir an eine Trafostation. Hier mit dem rechten Weg hinaus
ins Tal. Der Weg schlängelt sich dahin, kurz bevor wir wieder
auf den Fluß stoßen, rechts die Anlage eines Reitstalls. |
| Darin unzugänglich ein Altwasser der Pegnitz. Seitdem in unserer
Landschaft fast alle Flüsse verbaut und reguliert wurden, sind
Altwässer etwas Besonderes geworden. Dieses Altwasser ist Rückzugsraum
für Wasservögel und Fische. Im Ufersaum aus Erlen und Weiden
finden Zaunkönig und Co. ein Zuhause. Entlang des Ufers wird
sandiges Material abgelagert, sogenannte Schwemmsandbereiche. Sie
spielen in der natürlichen Dynamik eine wichtige Rolle. |
Ein schöner, sandiger Waldweg führt uns am Ufer der Pegnitz
entlang, nach etwa 10 min biegt er ab hinüber zu einer
Baumgruppe, wo wir wieder und finden.
Nun geht es auf der Talterrasse durch den Wald, dann den Waldrand
entlang und schließlich längere Zeit über die offene
Wiese auf den Ortrand von Rückersdorf zu. Bei den ersten Häusern
verlassen wir die Markierung nach rechts auf einem Feldweg Richtung
Fluß, der uns in einer Rechtsbiegung an der Altlinde vorbeibringt. |
| Ein gutes Jahrhundert ist sie alt, die beeindruckende, freistehende
Linde bei Rückersdorf. Gönnen Sie sich doch im Frühsommer
eine kleine Rast unter dem Blätterdach, wenn die Lindenblüten
ihren betörenden Duft verströmen. |
Wir gelangen
an die Brücke nach Röthenbach, queren auf
dieser die Pegnitz und gleich dahinter mit und ,
bis zur Brunnleite auch wieder
hinunter in den Talgrund. Nach etwa 10 min gelangen wir zum
Geschützten Landschaftsbestandteil Brunnleite. |
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Der
Geschützte Landschaftsbestandteil Brunnleite läßt erahnen, wie
reizvoll die ausgedehnten offenen Sandlebensräume waren, die
sich noch bis vor wenigen Jahrzehnten entlang der Pegnitz erstreckten.
In einer ehemaligen Sandgrube können Sie die vielleicht schönste
Silbergrasflur der Wanderung entdecken. Zwischen den schimmernden
Grasbüscheln sind im Sommer zahlreiche Insekten unterwegs. Machen
Sie Bekanntschaft mit dem Sandlaufkäfer, der als Räuber flink
seiner Beute nachstellt. Leider wird auch dieser wertvolle Lebensraum
schon wieder von den Neubauten eines Industriebetriebs angenagt.
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Nun
führt uns ein Waldweg noch einmal wildromantisch hoch über
dem Flußlauf dahin, bis wir vom Walrand aus über die
offene Wiese nach Wetzendorf gehen, durch den Ort, nach dem Ortsende
den Teerweg in einer Rechtskurve wieder geradeaus verlassen,
an einer Kläranlage vorbei, unter der Brücke durch
und hinauf zu einer Kreuzung am Ortseingang von Lauf. Hier geradeaus
in die ‚Kupfergartenstraße‘ zum ‚Hämmernplatz‘,
hinter dem Kinderspielplatz links ‚Am Steg‘ hinunter
und auf dem Steg die Pegnitz überqueren.
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| Vom
Steg aus haben wir einen umfassenden Blick über die Pegnitz
und die Industrieanlagen, denen Lauf schon seit dem Mittelalter
seine Bedeutung verdankte. In den Gebäuden links am Fluß ist
das Industriemuseum Lauf untergebracht, in dem die Bedeutung
der Wasserkraft und das Leben und Arbeiten von der Jahrhundertwende
bis in die 60er Jahre gezeigt wird. Doch die Stadt Lauf soll
einmal
an anderer Stelle geschildert werden. |
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Auf
der anderen Flußseite steigen wir hinter dem Industriemuseum
die ‚Wäschgasse‘ bergan gelangen zur Hauptstraße
und dort rechts zum Bahnhof.
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| Anfahrt: Vom
Nürnberger Hauptbahnhof bringt uns entweder
die S-Bahn S1 oder die Straßenbahnlinie 5 nach Mögeldorf
(Plärrer), von dort aus weiter mit der VGN Buslinie 40 nach
Hammer (Fahrplan).
Von Lauf r.d.P. bringt uns die VGN-Linie R3 (Nahverkehrszug) im
Stundentakt zurück nach Nürnberg (Fahrplan). |
| Weglänge: 12 km,
Gehzeit ca. 3 Std., Einkehrmöglichkeiten
in Schwaig, Behringersdorf, Rückersdorf und Lauf. |
| Karte: Fritsch-Wanderkarte Nr.
80 „Landkreis Nürnberger Land“ oder Nr. 75 „Nürnberg
- Fränkisches Seenland“. |
Info: Ein
Radweg, der in etwa die gleiche Strecke führt,
ist im Internet beschrieben unter http://nuernberger-land.de/radwege/fluesseradweg.html,
Informationen zu den Orten am Weg dazu unter http://nuernberger-land.de/radwege/Linkseite.html.
Weitere Informationen zum Landkreis Nürnberger Land gleich
unter drei Adressen: http://www.lau-net.de, http://www.nuernberger-land.de und http://www.nbg-land.com.
Die offizielle Homepage von Behringersdorf (als Teil der Gemeinde
Schwaig) finden Sie unter www.schwaig.de/main.php,
eine 'inoffizielle', die auch Interessantes zur Geschichte enthält,
unter www.lau-net.de/K.Friedlein/schwaig.htm.
Die Homepage von Rückersdorf ist unter http://www.rueckersdorf.de zu
erreichen, hier auch ein Überblick über die Geschichte,
außerdem gibt es eine private Informationsseite, auch mit
Veranstaltungskalender, unter http://www.rdorf.de.
Zu der Wanderung gibt es ein Faltblatt des VGN, das in den Informationsstellen
oder direkt beim VGN erhältlich ist. Schließlich, vergessen Sie nicht,
sich über Sand im Allgemeinen und das Projekt Sandachse im Besonderen
zu informieren unter www.sandachse.de. |