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Wir
starten am Morgen wieder in Plankenfels, gehen die Straße hinunter
Richtung Bayreuth, biegen im Tal mit dem Wegweiser Lochautalweg nach
links ab, unter der Brücke der ehemaligen Bahn durch, und dahinter
mit
wieder steil bergan. Der Weg schlängelt sich durch den Wald. |
Kurz
vor der Höhe eine Lichtung. hier geht ein schmaler, überwachsener
Fußpfad mit
ganz hinauf zu den Felstürmen der Ruine Plankenstein. |
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Während
die gegenüber liegende Burg Plankenfels in den Besitz der Burggrafen
überging, war die - wohl ältere - Burg Plankenstein seit
1260 im Besitz des Bistums Bamberg. Die Burg hatte durch die Lage
an der Grenze zum markgräflichen Gebiet und an der Geleitstraße
große Bedeutung und war im 14. Jh. mit elf Burghuten besetzt.
Vermutlich schon im 2. Markgrafenkrieg kurz nach 1460 wurde sie
Ruine, heute sind kaum noch Spuren zu entdecken.
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Auf
der anderen Seite biegt der Pfad rechts um die Felsen und führt
wieder bergab in den Ort Plankenstein, von wo ein Teersträßchen
gerade nach Norden nach Meuschlitz führt. Durch den langgezogenen
Ort durch und am Ortsende geradeaus auf einem Feldweg mit
in den Wald. Am Waldende eine Gabel, wir gehen gerade mit
(nicht links mit
), der Weg macht eine Biegung nach rechts und führt über
freies Feld leicht bergan. Wir kommen an einem Wegweiser 'Wachstein'
vorbei, bei schönem Wetter lohnt sich der Abstecher wegen der
herrlichen Aussicht. Nach einer Linksbiegung ein kurzes Waldstück
und dann den Waldrand entlang, bis uns
in einem Bogen nach links wieder bergab leitet. An der Kreuzung mit
nach rechts und nun folgen wir dieser Markierung immer bergab, bis
wir die Straße treffen, die uns hineinbringt in den Ort Obernsees.
Hier wieder bergauf zur Kirche. |
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Schon
seit dem 14. Jh. stand hier ein Vorgängerbau, der dem Hl. Vitus
geweiht war; das Patrozinium ging später auf den Hl. Jakobus
über, der heutige Bau wurde 1727-29 errichtet. An der schönen
Innenausstattung vom Ende des 18. Jh. besonders bemerkenswert die
Emporenbrüstungen mit Darstellungen aus dem Alten und Neuen
Testament. Das prächtige Südportal stammt von dem Bayreuther
Hofbildhauer Johann David Räntz. Obernsees gehörte großteils
den Markgrafen von Bayreuth, und diese nutzten als Aufenthalt das
Pfarrhaus, das sie zu einem kleinen Jagdschloß ausbauten.
Oberhalb des Pfarrhauses entstand eine prächtige barocke Gartenanlage,
die nach einer Zeit des Verfalls 1989 in ihrer ganzen Schönheit
wiedererstand. 1998 nahm die Obermaintherme ihren Betrieb auf, die
aus 1280 m Tiefe von 60° warmem Thermalwasser gespeist
wird.
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Von
der Kirche mit
bergab zur B22 und dieser ein kurzes Stück Richtung Bayreuth
folgen bis zur St. Rupertikapelle. |
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Umgeben
von mächtigen Linden steht die kleine Kapelle an der Straße
nach Bayreuth. Hier entspringt eine mineralhaltige Quelle, die -
wie die Kapelle - Ziel vieler Hilfesuchender bei allen Widrigkeiten
des Lebens war. Vom Kruzifix auf dem Hauptaltar schnitten sie sich
wundertätige Späne ab.St. Rupert, einer der Patrone Baierns,
ist der Gründer der Kirche in Salzburg und Schutzpatron der
Salzbergwerke.
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Wir
folgen an der Straßengabel noch ein Stückchen der Straße
Richtung Mistelgau, nach einer Brücke geht es links in einen
Feldweg und auf diesem mit
durch den Wald erst steil bergan, dann nahezu eben, aus dem Wald heraus
und den Waldrand entlang bis Geislareuth. Auf der Straße durch
den Ort und am Ortsende rechts ab mit
durch Wald und wieder links den Waldrand entlang. Etwa 10 min nach
Geislareuth haben wir eine Gabel erreicht, hier ganz links mit
in den Wald (nicht mit
geradeaus). Nun geht es mehr oder weniger eben dahin,
stößt von rechts wieder zu uns und mit beiden Markierungen
bis zum Waldrand und von dort hinunter nach Mistelgau. |
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Mitten
im Ort steht die Kirche mit dem erstaunlich großen und lichten
Kirchenschiff von 1735/37. Auch hier an den Emporen ein umfangreicher
Bilderzyklus mit insgesamt 53 Darstellungen aus dem Alten und Neuen
Testament.
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Vorbei
an der Kirche durch den Ort bis zu einer großen Kreuzung mit
Supermarkt, wo wir der Straße nach links Richtung Eckersdorf
folgen. Auch nach dem Ortsende folgen wir ihr noch, bis wir bei einem
einzelnstehenden Haus nach rechts mit
auf einen Feldweg abbiegen. Dieser führt uns geradewegs Richtung
Eckerndorf, ein Stück begleitet uns dabei auch
, das uns aber kurz vor Eckerndorf wieder nach links verläßt.
Hinter den ersten Häusern geht es ein paar Treppen hinunter,
und nun stehen wir schon im Park von Schloß Fantaisie. Wir folgen
dem Bach, aber noch einmal führt uns der Weg bergan durch Häuser
zur Haupstraße, der wir nach rechts folgen, und dann stehen
wir endlich vor unserem Ziel, Schloß Fantaisie. |
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Das
Gelände in Donndorf kam 1757 an Markgraf Friedrich, damals
noch bebaut mit dem sog. Lüchau-Schlößchen. Sofort
begann er mit seiner Gemahlin Wilhelmine, der Schwester Friedrichs
des Großen, mit dem Neubau eines Schlosses. Ihr einziges Kind
Elisabeth Friederike Sophie war verheiratet mit Herzog Karl Eugen
von Württemberg, doch die Ehe verlief unglücklich, bereits
1756 trennten sich die beiden wieder und Friederike bezog - nach
einem Intermezzo in Neustadt/Aisch - das Schloß Fantaisie
als Residenz bis zu ihrem Tod 1780. In dieser Zeit gestaltete sie
Schloß und Park ihren Wünschen und Bedürfnissen
entsprechend aus. Nach ihrem Tod lange Zeit unbewohnt, erlangte
das Schloß ab 1793 als Sommersitz des Herzogspaares Dorothea
Friederike Sophie und Friedrich Eugen von Württemberg neue
Bedeutung . Der Garten wurde weiter ausgebaut, vor allem die romantischen
Grotten, Katakomben und Pavillions hinzugefügt und die Erinnerungen
an die Freiheitskriege gegen Napoleon.
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Eine
dritte Blütezeit erlebte Fantaisie von 1828 bis 1881 als Sitz
von Herzog Alexander von Württemberg, dem Enkel Herzogin Dorotheas.
Unter ihm kamen Elemente der Gartenbaukunst des 19. Jh. hinzu, so
die Bepflanzung mit seltenen exotischen Bäumen. So spiegeln
sich in dem heutigen Garten drei Stilstufen der deutschen Gartenkunst
des 18. und 19. Jh. wieder.
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Doch
zunächst wechselte das Schloß vielfach den Besitzer,
wurde im Dritten Reich durch den NS-Lehrerbund, der hier eine Schule
betrieb, entstellend umgebaut und schließlich durch die amerikanische
Besatzung ausgeplündert. 1988 gründeten Bürger den
Förderverein Schloß Fantaisie, dem es zu
verdanken ist, daß ab 1994 durch den Freistaat Bayern, Bezirk,
Landkreis und Gemeinde das Schloß und der Garten aufwendig
wiederhergestellt wurden, die Arbeiten sind bis heute (2002) noch
nicht abgeschlossen.
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Ein
besonderes Schmuckstück des Schlosses ist das sog. Spindler-Kabinett,
das sich Herzogin Elisabeth Friederike Sophie hatte einbauen lassen.
In der Zeit des Dritten Reiches wurde es ausgebaut und auf dem Kunstmarkt
verkauft, erst 1955 konnte es nach langen Nachforschungen wieder
in den USA ausfindig gemacht werden. Der fragile Zustand erlaubte
keine Wiederaufstellung, unter Zuhilfenahme der Ursprungspläne
wurde das Original in 11 000 Arbeitsstunden in authentischer
Technik neu erbaut. Die Marketerie aus 18 000 Einzelteilen,
eine Art Furniermosaik v.a. aus einheimischen Hölzern, bedeckt
ca. 78 qm.
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Anfahrt:
Plankenfels ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur von Bayreuth
aus zu erreichen (KBS 8433, Fahrplanauskunft),
am Wochenende ist auch das schwierig. Wir haben diese Etappe daher
als Zwei-Tages-Wanderung mit Übernachtung in Plankenfels angelegt.
Das Gleiche gilt für Donndorf, allerdings liegt dieses wochentags
im Einzugsgebiet des Stadtbusverkehrs Bayreuth.
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Weglänge:
Ca. 20 km, Gehzeit ca 5 Std. ohne Besichtigungen, Möglichkeiten
zur Einkehr in Plankenfels, Obernsees, Mistelgau und Donndorf.
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| Karte:
Fritsch
Wanderkarte Nr. 53, Naturpark Fränkische Schweiz, Blatt Süd
oder Nr. 65, Blatt Nord und UK L29 Naturpark Fränkische Schweiz
- Veldensteiner Forst des Bayerischen
Landesvermessungsamts. |
Info:
Auch hier sind wieder sehr zu empfehlen die Bücher von Peter
Poscharsky: Die Kirchen der Fränkischen Schweiz, Palm &
Enke Verlag, herausgegeben in der Schriftenreihe des Fränkischen-Schweiz-Vereins,
und (neben dem mehrbändigen Standardwerk von Hellmut Kunstmann:
Burgen der Fränkischen Schweiz) das Buch von Toni Eckert: Die
Burgen der Fränkischen Schweiz, Forchheim o.J. [1997].
Plankenfels ist im Internet verteten unter www.plankenfels.de,
das Thermalbad Obernsees unter www.therme-obernsees.de
und Mistelgau unter www.mistelgau.de,
alle Gemeinden auch bei www.fraenkische-schweiz.com.
Besonders hingewiesen werden soll auf eine vorzügliche private
Homepage, die alles Wissenswerte zu Obernsees, seiner Geschichte,
seinen Kirchen und viele weitere Informationen bietet. Zu Schloß
Fantaisie gibt es ebenfalls eine vorzüglich private Homepage
des Fördervereins
Schloß Fantaisie e.V., daneben die ebenfalls sehr gute
des Gartenkunst-Museums Schloß Fantaisie bei www.gartenkunst-museum.de.
Auch das Spindler-Kabinett hat seine eigene Homepage www.spindler-kabinett.de.
Der Schloßpark Fantaisie ist ganzjährig geöffnet,
das Gartenkunst-Museum von April bis September von 9 bis 18 Uhr,
montags geschlossen, nähere Auskünfte unter Tel. 0921-731400-11. |
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