Wir verlassen die Burg mit
und
und steigen auf einem Waldweg erst steil, nach einer Gabel nach links
dann sanft bergan, bis wir die Höhe und den Waldrand erreichen.
Hier ohne Markierung rechts den Waldrand entlang und dann vom Waldrand
weg nach Oberfellendorf. |
| Bis zur Gabel und dann geradeaus
hinauf nach Oberfellendorf führt der Brunnweg, auf dem die Einwohner
des Orts bis zur Einrichtung der Wasserleitung 1912 das Wasser von
der Muschelquelle in Streitberg hochtrugen. Bis zur Mitte des 19.
Jh. befand sich hier - wie in vielen Orten auf der Hochfläche
- eine große Schäferei mit bis zu 1000 Schafen. Zu dieser
Zeit, als die Romantiker die Fränkische Schweiz entdeckten, war
sie ein extrem waldarmes Gebiet. Erst mit dem Aufkommen der australischen
Wollimporte und dem Einzug der Baumwolle verlor die Schafzucht ihre
Bedeutung, Änderungen in der Landwirtschaft taten ein Übriges,
und die ertragsschwachen Äcker wurden mit dem heute verbreiteten
Kiefernwald aufgeforstet. |
| Der Hauptstraße nach links und am Ortsende
nach rechts in Richtung Leidingshof folgen, bis die Straße nach
links biegt und wir weiter ohne Markierung geradeaus über freies
Feld und dann durch einen Wald gehen. Am Waldrand dahinter ganz kurz
rechts und gleich wieder links in den Wald. |
| Von Oberfellendorf bis hierher sind
wir der Altstraße nach Bayreuth gefolgt. Bis 1810 bog sie hier
nach Osten ab und führte über Gößmannsberg einen
berüchtigten Steilabstieg am Speckberg vorbei hinunter ins Tal
der Aufseß. Der Flurname Scharrweg erinnert noch an die hier
begrabenen Pferde, die den Auf- oder Abstieg nicht überlebten.
Erst zwischen 1810 und 1829 wurde dem Talübergang bei Wüstenstein
der Vorzug gegeben. |
Hinter dem Wald quert ,
der uns von nun an, zuerst nach rechts, begleiten wird. Wir erreichen
eine Straße, die wir queren, kurz über ein Stoppelfeld
und dann einem Feldweg in gleicher Richtung folgen, an einer Wegkreuzung
wendet sich
nach rechts und am Ortsrand von Wüstenstein erreichen wir wieder
die Straße. In der Ortsmitte vor der Gaststätte biegen
wir rechts in ein schmales Sträßchen ein, hoch über
uns die Kirche, und erreichen das Schloß. |
| Die einst imposante Burg Wüstenstein
um die heutige Kirche herum kontrollierte den Übergang der Geleitstraße
über die Aufseß und war steter Streitpunkt zwischen dem
Bischof von Bamberg und den Nürnberger Burggrafen, die sich 1378
den Besitz endgültig sichern konnten. Nach Zerstörung im
30jährigen Krieg wurde die Burg an die Freiherrn von Brandenstein
verkauft, die bis 1764 das barocke Schloß erbauten. Doch ihre
wirtschaftlichen Unternehmungen verliefen glücklos, und ihrem
Konkurs 1814 erwarb die Kirchengemeinde große Teile der bereits
baufälligen Burg und errichtete dort die heutige neugotische
Kirche. Trotz Intervention der Bezirksregierung und des Fränkische-Schweiz-Vereins
wurden die noch vorhandenen umfangreichen Reste 1923 einschließlich
der Grundmauern abgetragen. |
| Hinter dem Schloß führt uns ein Pfad durch
den Wald steil hinab ins Aufseßtal. Dort können wir ein
paar Schritte nach links gehen zur Oberen Mühle. |
| Ein eindrucksvolles Mühlenwappen
von 1748 zeigt über dem Königsrad die Pille, ein Werkzeug
zum Schleifen der Mühlsteine, und den Stechzirkel. Bis 1938 wurde
hier Korn gemahlen, seither Stromerzeugung. |
Unser eigentlicher Weg führt uns auf der Brücke
über die Aufseß und dahinter links auf einem Weg mit ,
und
das Tal entlang. Nach knapp 10 min zweigt
nach rechts ab und wir steigen zur Hochfläche empor. |
| Bis hinauf zur Höhe ist beidseits
der Altstraße die Abmauerung der Trasse zu erkennen. Einerseits
erleichterte die Befestigung der Trasse den Anstieg, andererseits
sollte durch die Mauern verhindert werden, daß bei schlechten
Wegverhältnissen die Fuhrleute zur Seite auswichen und sich so
- wie häufig bei Altstraßen - ganze Hohlwegbündel
bildeten. Auf der Bergnase links über uns errichteten die Markgrafen
- bereits auf Bamberger Gebiet - Anfang des 15. Jh. eine weitere Burg,
von der wir nur durch den Protest des Bischofs wissen. Erst 1940 fand
Kunstmann die unscheinbaren Spuren wieder. |
Oben angekommen, führt uns ein Feldweg links am Waldrand und
an Hecken entlang, bis wir nach etwa 10 min eine Gabelung erreichen.
Hier nicht rechts mit dem Wegweiser Sigritzberg, sondern links mit
in ein Trockentälchen. Am Ende eine Kreuzung, wo uns
rechts nach Breitenlesau führt. |
| Erst 1934 wurde die Ortskirche in
damals aktuellen Formen erbaut, der Turm erst 1972, außen ein
Christus an der Geißelsäule, ein sog. 'Wieschristus'. |
| Wir verlassen den Ort Richtung Plankenfels auf der Straße,
auf der wir zunächst bleiben bis zur Russenlinde. |
| Um den mächtigen Baum am Ortsrand
ranken sich viele Geschichten. Eine davon erzählt aus den Befreiungskriegen
gegen Napoleon. Rund 8000 russische Soldaten sollen sich zwischen
1812 und 1815 in der Gegend um Hollfeld aufgehalten haben, und einer
von ihnen, ein General, sei hier verstorben und unter der Linde begraben. |
Hier zweigt
nach rechts ab und dieser Markierung folgen wir nun durch offenes
Gelände und kleine Waldstücke bis zum Abstieg hinunter nach
Nankendorf. |
| Der Ort geht moglicherweise als
karolingische Urpfarrei bis ins 8./9. Jh. zurück, der heutige
Bau wurde nach Plänen Joh. Michael Küchels in den Jahren
1747/48 erbaut. Die Kirchhofbefestigung des 15. Jh. wurde 1816 abgerissen.
Im Inneren barocke Ausstattung, in der Teile der spätgotischen
Vorgängerausstattung von 1515 mit verwendet wurden, so Altarflügel
mit den Hll. Heinrich und Kunigunde. |
Von der Kirche folgen wir der Straße hinunter
ins Tal und biegen vor der Brücke über die Aufseß
links mit
in eine von Häusern gesäumte Straße ein. Die Häuser
hören auf, die Straße schlängelt sich der Aufseß
entlang bis zum E-Werk Aalkorb. Hier geht die Straße in einen
romantischen Feldweg eng zwischen Hang und Flußufer über
und erreicht schließlich bei der Eichenmühle wieder eine
Straße. Auf dieser gehen wir rechts über die Brücke
und steigen auf der Straße bergan zu unserem heutigen Ziel Plankenfels. |
| Burg Plankenfels ist die Tochteranlage
der älteren Burg Plankenstein, deren Ruine wir auf der Fortsetzung
der Wanderung besichtigen werden. Mindestens seit 1255 saßen
die Herren von Plankenfels auf der Burg, zunächst wohl als freies
Eigen, seit 1403 als Lehen der Burggrafen von Nürnberg. Nach
verschiedenen Besitzerwechseln erlebt die Anlage ihre Blütezeit
ab 1649 unter den Schlammersdorf, die das heutige, aus zwei Teilen
mit einem Zwischenbau bestehende Barockschloß erbauten; ihr
Wappen findet sich über dem Eingangsportal. Ein breiter Halsgraben
sichert den Bau zum leicht höher gelegenen Ort hin. Von dem Barockgarten
nordöstlich des Schlosses ist nichts erhalten. |