Das Projekt EURORANDO 2001

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Eurorando

 
 
 
 
 

Übernahme der Stafette vom Oberpfälzer Waldverein in Ensdorf

Gruppe auf dem Weg nach Ensdorf"Am Gleis 16 bitte einsteigen, Türen schließen selbsttätig, Vorsicht bei der Abfahrt" hieß es pünktlich um 8.41 am 27. Juni und schon war die Gruppe unterwegs zum Etappenziel Ensdorf im Vilstal. Der Linienbus am Amberger Bahnhof brachte die Gruppe zum Ausgangspunkt Haselmühl am Stadtrand.

Schloß TheuernMit blauem Schrägkreuz folgten wir dem Vilstalweg nach Theuern, wo es nicht nur ein interessantes Bergbau-Museum gibt, sondern auch das schöne Schloßhotel mit schattigem Garten, wo wir uns für den Weitermarsch nach Ensdorf stärkten.

 

 

Blick zum MariahilfbergKloster EnsdorfInzwischen stand die Sonne im Zenith eines heißen Spätjunitages. Die Felder hatten den ersten Goldhauch angelegt, begrenzt von leuchtend blauen Kornblumen und signalrotem Mohn. Kurze Trinkpausen halfen uns, mit der Hitze fertig zu werden und schließlich spendete das herrlich grüne Vilstal den ersehnten Schatten. Der markante Kirchturm der St. Jakobskirche in Ensdorf aus ockergelbem Sandstein und schieferblauem Zwiebelhelm begrüßte uns schon von weitem.

 

 

WF Toni Baier übernimmt die StafetteKurz nach unserem Eintreffen im Vilstaler Hof zu Ensdorf kamen nach dreitägiger Wanderung von Tillyschanz auch die Wanderfreunde vom Oberpfälzer Waldverein an. In der Hand des Vorsitzenden Lingl der Stafettenstab mit den bunten Bändern der tschechischen Wandervereine und des Waldvereins. Die Vorsitzenden der beiden Vereine, Lingl und Baier von der OG Nürnberg, wechselten Begrüßungsworte und würdigten die Idee der Sternwanderung Eurorando als Beitrag zur Verständigung der Völker und Landsmannschaften.

 

Das Band des FAVDann erfolgte die Übergabe der Stafette, die vor den Kameras der Presse mit dem Band des Fränkischen Albvereins ergänzt wurde.

Zehn Bänder trägt nun die Stafette auf ihrem weiteren Weg auf dem Jakobsweg bis zur Übergabe an den Schwäbischen Albverein am 14. Juli in Rothenburg.

 

Der weitere Weg führt nun auf dem Jakobsweg über Kastl, Gnadenberg, Feucht, Nürnberg, Heilsbronn, Weihenzell und Colmberg. Nach acht Wandertagen nähert sich die Stafette nun ihrem Ziel Rothenburg o. d. T. und der Übergabe an eine Gruppe des Schwäbischen Albvereins, die die Wanderung in Richtung Straßburg fortsetzen wird.

Jacobuskirche RothenburgKurz vor 10 Uhr starten dreißig Wanderer des Fränkischen Albvereins in Schweinsdorf zu der letzten Etappe. Durch das weithin ursprünglich gebliebene Steinbachtal erreichen wir das Tal der Tauber und folgen ihm auf dem Main-Donau-Weg südwärts. Unterwegs ein kurzer Halt bei der Kirche St. Peter und Paul in Detwang mit dem berühmten Riemenschneideraltar. Hier schließt sich uns auch ein Reporter des Bayerischen Rundfunks an. Gegen Mittag ziehen wir in Rothenburg ein und treffen hier mit der Jugendgruppe des FAV zusammen. Sie berichtet über ihre Kämpfe mit dem Unwetter, aber allen Widrigkeiten zum Trotz hat sie das 'Eurofon' mitgebracht, einen Holzstab mit eingebautem Aufnahmegerät, auf dem unterwegs Geschichten und Erlebnisse gesammelt worden sind.

 

Um 14 Uhr begrüßt der Rothenburger Oberbürgermeister Hachtel die versammelten Wanderer und reicht ihnen den traditionellen Meistertrunk. Er stellt den Bezug zum heutigen Ereignis her: Der Jakobsweg lief als ein das ganze Europa verbindender Pilgerweg ebenso durch Rothenburg o.d.T. wie die mittelalterlichen Handelsstraßen von Nürnberg nach Straßburg und von Frankfurt nach Ulm.

EhrengästeAuch Frau Renate Weber, Vizepräsidentin des Verbandes Deutscher Gebirgs- und Wandervereine, betont nochmals die Symbolkraft von Eurorando für ein zusammenwachsendes und bald erweitertes Europa.

St. JacobusDer Schutzpatron Jacobus und die Stafette

FahnenschwingerDann erfolgt die Übergabe der Stafetten an die Gruppe des Schwäbischen Albvereins durch den 1. FAV-Vorsitzenden Wolfram Unger und die Hauptjugendwartin Waltraud Stumpf. Der 1. Hauptvorsitzende des Schwäbischen Albvereins Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß ist eigens zu diesem Zweck aus Plochingen angereist. Umrahmt wird die Veranstaltung durch eine Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins, die kunstvoll und historisch authentisch Figuren des Fahnenschwingens darbieten, einer Kunstform der Landsknechte, die sich auf die Gilden und Zünfte des Barock fortgepflanzt hat.

Fahnenschwinger
des SAV

Nach einem Grußwort des Schirmherrn Dr. Ingo Friedrich, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, erteilt Pfarrer Gussmann von St. Jakob den Reisesegen, und die Stafette zieht weiter in Richtung Straßburg, wo am 30. September die Schlussveranstaltung dieses großen Ereignisses der europäischen Wanderer stattfinden wird.

 
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