Am 29. Juli
wurde im Gasthaus „Landwehrbräu” in Reichelshofen die neue (und damit 22.) FAV Gruppe „Rothenburg o.d.T., Frankenhöhe und Taubertal”, Sitz Rothenburg gegründet.
Vom Hauptverein waren der 1. Hauptvorsitzende Wolfram Unger, der Hauptnaturschutzwart Anton Baier und der Bezirkswegemeister Nordwest Friedrich Kilian anwesend. Zur 1. Vorsitzenden wurde Ute Schebitz,
zum 2. Vorsitzenden Dipl. lng. Johann Waldmann, zur Kassenwartin L. Reinhardt, zum Schriftführer G. Vietheer und zum Kassenprüfer R. Bartholomes gewählt.
„Wir wollen aktiv mithelfen, neue Wanderwege in bisher unerschlossenen Gebieten auszuweisen und für Wanderer attraktiv zu gestalten. Hügel, Hochebenen und Täler laden ein, diesen abwechslungsreichen
Landstrich zu genießen und zu erforschen”, erklärte die 1. Vorsitzende.
Ein besonderer Schwerpunkt für die Gruppe wird der Landschafts- und Heimatschutz sein, denn die Gegend um Rothenburg ist massiv von
nachhaltiger Landschaftszerstörung bedroht. Ebenso besteht die Gefahr, dass viele Vorschriften des Naturschutzgesetzes nicht beachtet werden.
Sie haben bestimmt schon von „Windmühlen” gehört, die angeblich „Öko-Strom” liefern. Diese Windindustrietürme
sollen bis zu 170 m hoch gebaut werden, das bedeutet bei einer Kirchturmhöhe von 30 m fast 6mal so hoch. Sicherlich war der eine oder andere
bereits einmal in Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern, wo bereits scheußliche Industrieanlagen
gebaut wurden. Dies soll nun auch in vielen Gebieten in Franken geschehen, weil Initiatoren und Betreibergesellschaften die subventionierten
Industrietürme unbedingt bauen wollen, obwohl wir im Fränkischen viel zu wenig Wind haben. Das bedeutet, dass die Türme unwirtschaftlich
arbeiten, die Landschaft, die Naherholungs-, Ausflugsgebiete und Urlaubsregionen für Touristen, unsere Heimat weit über 20 Jahre hinaus verschandelt werden.
Der andere Aspekt ist, dass für Vögel, die auf der roten Liste und vom Aussterben bedroht sind, zwischen 2 und 10 Kilometern
Schutzzonen benötigen.
Hier bei Rothenburg o.d.T./Uffenheim ist nachweislich eines der größten und letzten Brutgebiete der Korn- und Wiesenweihe. Trotzdem haben
Betreiber es geschafft, mitten in das Brutgebiet in Wallmersbach den ersten 170 m hohen, scheußlichen Gittermast zu bauen.
Ebenfalls sind Graureiher, ein Uhu-Paar, Rohrkopfwürger, der
rote Milan und viele Fledermäuse unmittelbar bedroht, zu sterben
und ausgerottet zu werden.
In der Gegend rund um Rothenburg o. d. T. sind derzeit etwa 40 Industrietürme im Gespräch.
In Steinsfeld wurden insgesamt 4 Industrietürme gebaut. Die Vorgaben des Naturschutzes wurden scheinbar nicht ausreichend beachtet.
Ein ornithologisches oder Wind-Gutachten wurde nie erstellt, obwohl der große und kleine Lindleinsee als Biotop ausgewiesen und
in der direkten Umgebung ein Uhu-Paar seinen Horst und im Umkreis von 6 km sein Jagdrevier hat, welches geschützt werden müsste.
Da kann man sagen: „Naja, nur ein Uhu-Pärchen”. Da kann ich nur sagen: „Genau, dieses eine Uhu-Pärchen ist es wert zu kämpfen, denn die Tiere können sich nicht
zur Wehr setzen, Briefe schreiben oder Unterschriftsaktionen gegen Menschen einleiten”. Deswegen lade ich Sie persönlich ein, lieber Leserinnen und Leser, dabei mitzuhelfen, dies zu verhindern.
In den letzten 8 Monaten haben wenige Menschen in Franken es erreicht, dass einige Industrietürme nicht gebaut, Aufklärungsarbeit geleistet und Unterschriften gesammelt werden.
Die Erfahrung zeigt, dass zwischen 70 und 98 Prozent der betroffenen Bürger keine Industrietürme in ihrer Heimat wollen. Das
müssen die Entscheider und Politiker wissen, denn sonst hat der Bürger kein Mitspracherecht. Er ist sozusagen „entmündigt”.
Wir laden Sie herzlich ein, sich über die Thematik Windindustrietürme
und Landschaftszerstörung in vollem Umfang zu informieren.
Unser Ziel ist: Unsere Heimat- und Landschaft nachhaltig zu schützen und von einer „IndustrieSky-Line&q#8221; frei zu halten.
Wir freuen uns, als Gruppe dem FAV anzugehören und bitten um Ihre aktive Mithilfe, diese Verantwortung zu halten. |