Wir haben die Ausstellung „Wunderwelt
Sand“ vom 8.4. bis 30.6.2003 zum Anlaß genommen,
ausführlicher über den Lebensraum Sand zu berichten,
der uns als Wanderern in Franken so vertraut erscheint und doch
eine Menge Unentdecktes bietet. Dazu gehört natürlich
zuallererst ein Bericht über die SandAchse
Franken und das Projektbüro
Sandachse,
welches das flächenmäßig größte Naturschutzprojekt
in Bayern betreut, ein Gebiet, das sich entlang der Regnitz-Rednitz-Furche
über 2000 km2 von Bamberg bis Weißenburg
erstreckt >>
Damit das Ganze
nicht nur Theorie bleibt, machen wir Ihnen auch noch drei Wandervorschläge:
- Lernen Sie zwischen Pleinfeld und Mühlstetten lebendigen
Sand an der Schwäbischen Rezat kennen,
der mit seinen Reizen scheinbar geizt und erst auf den zweiten
Blick preisgibt, welche Schätze sich in ihm verbergen >>
- Lernen Sie mit uns Natur und Kultur kennen, erstaunlich naturnahe Sandlebensräume
an der Pegnitz mitten im Einzugsgebiet der Stadt >>
- Wir setzen unsere Wanderung fort, den Fluß entlang hinaus
ins Nürnberger Land, zu
Lebensräumen zwischen Sand und Wasser und finden
kurz vor Lauf noch die vielleicht schönste Silbergrasflur >>
Viel Spaß in dieser wenig bekannten
Welt…
Doch nicht nur das Gebiet der „Sandachse Franken“ stellt
einen schützenswerten Sandlebensraum dar. In fünf
Jahren Arbeit haben Mitarbeiter des Landesbunds für Vogelschutz
in den eiszeitlichen Dünen südlich von Neumarkt 983
Tierarten festgestellt, von denen 270 in der Roten Liste geschützter
Arten vertreten sind, und unter ihnen wieder 20 vom Aussterben
bedrohte, denn
das Sulztal im Landkreis Neumarkt
bietet Lebensraum für
Spezialisten >>
- Um Ihnen diese Landschaft näher zu bringen, wollen wir
Sie auf einer weiteren Wanderung entführen in die Welt der eiszeitlichen
Dünen
zwischen Neumarkt und Sulzbürg, wo Sie außer Sand und
Kiefern auch einen herrlichen Rundblick genießen und die
Geschichte einer evangelischen Enklave in der katholischen Oberpfalz
entdecken
können >>
Und auch in Erlangen können Sie sich informieren: Seit dem Jahr 2000 ist
der 25 ha große Kernbereich des südlichen Exerzierplatzgeländes
als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Sie finden dort einen Info-Pavillion
(geöffnet von Juni bis September mittwochs von 14 bis 17 Uhr) und
den Sandgarten, der in Zusammenarbeit mit dem Botanischen Garten
der Universität angelegt wurde (ganzjährig geöffnet). |