Der Hohenstein

    wandern Kultur Verein Wanderjugend Links Naturschutz
   

    Home > Kulturprogramm > Hohenstein

Schnellsuche

 
powered by FreeFind


Kulturprogramm
Veranstaltungen
Wander-
programm
Goldene Straße
Stadtjubiläum
Nürnberg
Ausstellungen
Hohenstein
 
 
 
 
 

Eingang zur Burg624 m hoch ragt der Hohenstein mit seiner Burg auf, weithin im Land sichtbar und so ein Wahrzeichen der Hersbrucker Alb. Im Februar 2000 ging die Meldung durch die Presse, daß ein großes Stück der Südwestwand herabgestürzt war, und damit begannen die Bemühungen um die Wiederherstellung und Sanierung, an denen sich auch der Fränkische Albverein beteiligte. Hier nun der Bericht über die Wiedereröffnung am 23. Juni 2001.

Burg Hohenstein, noch mit BaukranÜber die Gründung der Burg Hohenstein haben wir keine Nachrichten. Zum ersten Mal wird sie 1163 genannt, als ein Sicolinus von Hohenstein als Vogt über die Güter des Klosters Bergen in Hersbruck eingesetzt wird. Er war vermutlich ein Ministeriale der Grafen von Hirschberg, denn kurz vor deren Aussterben erwarb Kaiser Friedrich Barbarossa von ihnen den Hohenstein und weitere Güter auf dem Nordgau für das staufische Königshaus. Vor seinem tragischen Italienzug vermachte der letzte Staufer Konradin den Besitz seinen Onkeln Ludwig und Heinrich von Bayern, so daß ab 1269 der Hohenstein im Besitz der Wittelsbacher war, mit einem kurzen Zwischenspiel der Zugehörigkeit zu Karls IV. böhmischen Gebieten.

Der vertraute Anblick
noch mit Kran

Im Landshuter Erbfolgekrieg 1504 gelang es Nürnberg zwar nicht, den Hohenstein zu erobern, doch war die Burg anschließend ringsum von Nürnberger Gebiet umgeben, so daß die Reichsstadt sie von Baiern kaufen konnte. Von da an bis zum Übergang Nürnbergs an Bayern 1806 blieb der Hohenstein nürnbergisch und war die meiste Zeit Sitz eines Pflegamts.

Hans Vitzithum, Vorsitzender des FördervereinsÜber die weiteren Schicksale unter bayrischer Herrschaft berichtete der Vorsitzende des Fördervereins Sanierung der Burg Hohenstein, Hans Vitzithum, in seinem Vortrag: 1808 richtete der Staat hier eine Vermessungsstation ein, Teile der Burg und die zugehörigen Besitzungen wurden verkauft, der Bergfried nach einem Blitzschlag abgerissen. Erst mit der Mitte des 19. Jh legte man wieder mehr Wert auf die Geschichte, und Bayern übernahm wiederholt Renovierungskosten. Im Jahre 1900 wurde der Verschönerungsverein Hohenstein und Umgebung gegründet, der sich um Erhaltung und Pflege der Burg kümmerte.

Die abgestürzte Südwand des PalasIm Krieg war hier eine Flugbeobachtungsstation eingerichtet, doch blieb die Burg glücklicherweise vor größeren Schäden bewahrt. Es gab danach verschiedene Vorschläge zu ihrer weiteren Nutzung, doch setzte sich der Verschönerungsverein nachdrücklich für die weitere allgemeine Zugänglichkeit ein, und 1983 gelang es ihm, die Burg zu erwerben. Fördermittel für eine fällige Sanierung wurden aufgetrieben, und der Plan stand kurz vor der Ausführung, als im Februar 2000 ein 40 qm großes Stück aus der Südwand des Palas stürzte. In bespielloser Geschwindigkeit gelang es, die Schadstelle provisorisch zu sichern, die Sanierung in Gang zu bringen und die benötigten Geldmittel aufzutreiben.

Die abgestürzte
Südwand des Palas

Generalkonservator Dr. GreiplArchitekt Knoth berichtete von den Dimensionen der Arbeiten: allein für die Notabstützung waren 25 cbm Bauholz nötig, in 15 Monaten Bauzeit wurden 60 cbm neu aufgemauert und 3000 kg Injektionen eingebracht. Insgesamt 1,3 Mio DM kosteten die Arbeiten, bis jetzt die Burg der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden konnte. Grußworte überbrachten u.a. Landrat Reich, Bürgermeister Stief (Kirchensittenbach), Bezirksrat Kühnlein und als Ehrengast Generalkonservator Dr. Greipl, der hervorhob, daß es Ziel des Denkmalschutzes sei, Hilfe bei der Bewältigung von Problemen zu leisten und nicht selbst Teil des Problems zu sein.

Generalkonservator
Dr. Greipl

Burg Hohenstein aus der VogelschauAm Nachmittag konnte dann die Burg eingehend besichtigt werden; das Faszinierendste war die Möglichkeit, sich von einer Gondel am Kranausleger aus die Burg aus der Vogelschau zu betrachten und einen noch weiteren Rundblick als sonst zu bewundern.

Das GlockentürmchenNoch sind weitere abschließende bestandssichernde Maßnahmen durchzuführen, doch ist jetzt wieder gesichert, daß der Hohenstein für viele Besucher der Hersbrucker Alb eine bleibende Erinnerung ist.

Das Glockentürmchen

Seit kurzem können Sie auch unter zwei Adressen im Internet Informationen zum Hohenstein erhalten: www.burg-hohenstein.com und www.foerderverein-burg-hohenstein.de.