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An einem warmen, sonnigen Tag im Spätsommer führt uns
unser Weg nach Kalchreuth, in die fränkische Landschaft von
zwei berühmten Landschaftsaquarellen Dürers.
Albrecht Dürer: Tal bei Kalchreuth (Berlin,
Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz)
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| Doch zunächst geht
es durch den Bannwald, vorbei an der Gabermühle, einer der vielen
Mühlen an der Schwabach, für die eine Mahlgerechtigkeit
schon seit mehr als 500 Jahren belegt ist. |
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An
den Kreuzweihern vorbei, die um diese Zeit des Jahres schon ruhig
und idyllisch im Wald liegen, erreichen wir die offene Landschaft
der Liasinsel um Kalchreuth und steigen den Hang zum Dorf empor.
Gabermühle im Schwabachtal
An den Kreuzweihern
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| Der Blick zurück zeigt
uns den Blick zum Rand der Fränkischen Alb, der Dürer als
Motiv für sein Aquarell "Tal bei Kalchreuth" diente,
heute leider durch das schöne Wetter etwas diesig.
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Für Dürer waren diese Blätter wohl
unfertig und nur eine Möglichkeit, Eindrücke festzuhalten,
für uns bedeuten sie einen großen Schritt in der Entwicklung
der Kunst. Zum Einen sind es die frühesten Beispiele von Aquarellmalerei,
die erst im 18. Jh. in England zur Blüte kommt. Zum Anderen
versteht es sich noch bis ins 18. Jh. für den Künstler
durchaus nicht von selbst, direkt in der Natur zu malen.
Blick von Kalchreuth zum Albrand
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Schließlich ist es trotz aller Hinwendung
der Renaissance zur Natur durchaus ungewöhnlich, nur die Natur
alleine zum Gegenstand eines Kunstwerks zu machen.
Das
zweite Aquarell zeigt den Blick aus einem Fenster von Schloss Kalchreuth.
Dürer war hier öfter bei der mit ihm befreundeten Patrizierfamilie
Haller zu Gast, und bei einem dieser Besuche entstand wohl das Bild.
Vor dem Hintergrund des Albrands breitet sich das Dorf aus.
Albrecht Dürer: Kalkrewt
(Bremen, Kunsthalle, seit 1945 verschollen)
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Die
Häuser besitzen das typische, tief heruntergezogene Strohdach,
das wir heute noch an dem Bauerhaus aus Höfstetten im Freilandmuseum
Bad Windsheim betrachten können.
Bauernhaus aus Höfstetten von 1367,
Freilichtmuseum Bad Windsheim
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Die Pfarrkirche St. Andreas hat ihre spätgotische Ausstattung
in seltener Vollständigkeit bewahrt. Der Hochaltar von 1498
ist wohl aus der Werkstatt von Michael Wohlgemuth, dem Lehrer Dürers.
Tonfigurengruppe der 12 Apostel in der Kirche
St. Andreas
Spätgotischer Hochaltar in der Kirche
St. Andreas
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| Er zeigt im Schrein die
Figur der Madonna mit den Hll. Andreas, Wolfgang, Petrus und Ursula.
Neben vielen weiteren Ausstattungsgegenständen kunsthistorisch
bedeutend sind die Tonfiguren Christus und der Apostel von 1380/90,
die einzige vollständig erhaltene Gruppe ihrer Art.
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Der Rückweg führt uns durch die nun schon leicht herbstlich
angehauchte Landschaft nach Buchenbühl bei Nürnberg. Unterwegs
können wir noch einen Blick in Richtung auf Heroldsberg werfen.
Albrecht Dürer: Heroldsberg, 1510, Silberstiftzeichnung
Blick in die spätsommerliche Landschaft,
hinter dem Wald der Ort Heroldsberg
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| Auch von diesem Ort gibt
es eine Silberstiftzeichnung Dürers von 1510, die die Kirche
inmitten der Geuderschlösser zeigt. |