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| Im Jahre 1002 wird Erlangen
- "villa erlangon" - zum ersten Mal urkundlich genannt,
als Heinrich II. den Ort zusammen mit Kirchengut in Forchheim dem
Johannisstift Haug bei Würzburg schenkte. Das 1000jährige
Jubiläum begeht die Stadt Erlangen mit einem Festjahr, zu dem
auch die Ortsgruppe Erlangen des Fränkischen Albvereins ihren
Beitrag leisten wird. |
Schon
1017 wechselte Erlangen den Besitzer - es kam an das Bistum Bamberg.
Kaiser Karl IV. kaufte 1361 Erlangen und begründete die städtische
Entwicklung durch Steuerbefreiung, Marktrecht, die Errichtung einer
Münze und schließlich die Verleihung des Stadtrechts. 1402
verkaufte sein Sohn Wenzel Erlangen dann an den Burggrafen Johann
von Nürnberg, und im Besitz der Ansbacher Markgrafen blieb Erlangen
bis 1791. |
Die
Zeiten waren nicht friedlich: 1449 im Ersten Markgrafenkrieg, 1553
im Zweiten Markgrafenkrieg plünderten Nürnberger Truppen
Erlangen, im Dreißigjährigen Krieg zwischen 1632 und 1634
wurde es mehrfach von katholischen Truppen aus Forchheim überfallen
und eingeäschert. |
So
lag es im Sinne der barocken Wirtschaftspolitik, daß der Markgraf
Christian Ernst 1686 hugenottische Flüchtlinge aus Frankreich
nach Erlangen rief und für sie die auf dem Reißbrett geometrisch
geplante Neustadt errichtete. Damit kam es zu einem Aufschwung der
Wirtschaft durch neu eingeführte Gewerbe wie Strumpfwirkerei,
Gobelinweberei, Hut- und Handschuhmacherei. Das französische
Erbe ist heute noch an den Kirchen und Familiennamen zu spüren.
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"Christian-Erlang"
wurde aber auch Nebenresidenz der Kulmbach-Bayreuther Linie der
Markgrafen, sichtbar an dem ab 1700 erbauten Schloß und den
Gebäuden um den Schloßgarten. Damit stiegen auch die
kulturellen Bedürfnisse, die "Ritterakademie" wurde
gegründet und zur Keimzelle der Erlanger Universität,
die der Altdorfer den Rang ablief und schließlich mit ihr
vereinigt wurde. Nach einer kurzen Zeit bei Preußen wurde
Erlangen 1810 dem Königreich Bayern zugeschlagen, das endgültig
die bis dahin noch getrennte Alt- und Neustadt vereinigte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte Erlangen dann einen raschen
wirtschaftlichen Aufstieg, auch durch die Ansiedlung des Siemens-Konzerns
in der nur wenig zerstörten Stadt.
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Und nun beging Erlangen im Jahre 2002 sein Jubiläum
mit einem Festjahr und vielen Veranstaltungen, Höhepunkt war
das Jubiläumswochenende am 6./7. Juli mit dem großen
Festzug, und natürlich zeigen wir Ihnen davon hier
Bilder...
Auch unsere Nachbarstadt Herzogenaurach feierte
ihr 1000jähriges Jubiläum, und auch davon gibt es Bilder...
Und schließlich beteiligte sich selbstverständlich
auch der Fränkische Albverein am Jubiläum mit drei großen
Beiträgen:
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Über das Jahr verteilt wanderten wir Auf
den Spuren der Markgrafen von Ansbach über Erlangen nach Bayreuth"
in einer Weitwanderung in sechs Etappen plus zwei Besichtigungen
in Ansbach und Bayreuth. Die einzelnen Etappen können Sie auf
diesen Seiten nachlesen:
- Stadtführung
Ansbach mit Markgrafenmuseum und Markgrafengruft
- Wanderung
Ansbach - Heilsbronn mit Besichtigung der Grablege
im Münster
- Wanderung
Heilsbronn - Cadolzburg
- Wanderung
Cadolzburg - Erlangen
- Stadtführung
Erlangen und Wanderung
nach Baiersdorf
- Wanderung
Baiersdorf - Ebermannstadt
- Zweitageswanderung Streitberg
- Plankenfels und Plankenfels
- Fantaisie
- Stadtführung Bayreuth mit Besuch von Neuem Schloss und
markgräflichem Opernhaus.
Dazu ist eine ausführliche 64-seitige Broschüre (A4)
von Karl Rümmelein erschienen.
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| Der Fränkische
Albverein (Bund) hielt seine Jahreshauptversammlung
am Samstag, den 16. März 2002, in Erlangen ab. Oberbürgermeister
Dr. Balleis sprach dazu auch ein Grußwort. |
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Weiter wanderten wir im Jubiläumsjahr in sechs Wanderungen
Rund um die Hugenottenstadt, Wanderführer
war jeweils Georg Pfäffinger.
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Schließlich gab es im Wanderprogramm noch weitere Wanderungen,
die sich mit der Geschichte Erlangens und der Markgrafen befassen.
Die erste Wanderung führte nach Osternohe zum
markgräflichen Tupfen auf dem baierischen Dotter im Nürnberger
Spiegelei. Am 26. Mai ging es zum
Witwensitz der Markgräfin Anna und zum Kloster Münchsteinach,
am 18. August nach Himmelkron und zur Plassenburg, der Grablege
und der Burg der Grafen von Orlamünde. Die letzte Wanderung
dieser Reihe im Jahr 2002 führte uns zur Wülzburg, der
Landesfestung der Ansbacher Markgrafen. Eine letzte Wanderung
geht am 26. April 2003 unter dem Thema Vor den Zollern - Gumbertus
und seine Erben von Schalkhausen über Dornberg, die Kreuzeiche
und die Gumbertushütte zurück nach Ansbach. Wanderführer
jeweils Dr. Wolfram P. Gluth.
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Unter www.er2002.de
stehen zum Jubiläum Erlangens Informationen im Internet, so
zur Geschichte Erlangens, über bekannte Erlanger, über
die Ereignisse rund um den Stadtgeburtstag und ein ausführlicher
Veranstaltungskalender. Daneben gibt es die offiziellen Seiten der
Stadt Erlangen (www.erlangen.de).
Mehr zur Geschichte Erlangens, zum Jubiläum und Bilder von
Erlangen finden Sie außerdem unter www.cybErlangen.de.
An Büchern zur Geschichte Erlangens lesenswert
sind Gerhard Bresler, 1000 Jahre Erlangen, Gerhard Bresler Verlag,
mit vielen alten Bildern, und Rolf Steidel et al., Erlangen - Geschichte
in Geschichten, Verlag Rudolf Merkel, unterhaltsam zu lesen nicht
nur für Kinder. Aus der gleichen Reihe wie bereits zum Stadtgeburtstag
Nürnbergs ist erschienen von Martin Schieber: Erlangen - Eine
illustrierte Geschichte der Stadt, C.H. Beck Verlag, München,
ISBN 3 406 48913 3 zum Preis von € 14,90.
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| © Dr. Wolfram P.
Gluth |
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